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Brainstorm in der Bibliothek |
Expertengespräch: Gehirn-Jogging lohnt sich!
„Brainstorm in der Bibliothek“ bei den Nintendo MEMO MASTERS 2009 in Hamburg
(31. Juli 2009) Gehirntraining lohnt sich. Das zeigten die beiden Gedächtnissportler Dr. Günther Karsten (Erfurt) und Simon Reinhard (München) eindrucksvoll beim „Brainstorm in der Bibliothek“ am Vorabend der Nintendo MEMO MASTERS, die 12. Deutschen Meisterschaften des Gedächtnissports. Das Denksportturnier findet am 31. Juli und 1. August an der Hamburger Universität statt. Ohne jedes Problem prägte sich der Gedächtnis-Vizeweltmeister Karsten am Donnerstagabend vor einem Expertenpublikum im Grand Elysee Hotel 20 zweistellige Zahlen ein, in nur 15 Sekunden merkte sich der süddeutsche Gedächtnismeister Reinhard 20 bunt gemischte Spielkarten. Diese Merkprobe ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Leistungen, die bei den 12. Deutschen Gedächtnismeisterschaften zu erwarten sind. Merkten sich die besten dieser Denksportler vor zehn Jahren maximal etwa 400 Binärziffern (0/1), sind es heute mehr als 4000.
„Steckt in uns allen ein Genie? Trends im Gehirnjogging“
So lautete das Thema des interdisziplinären Expertengesprächs mit dem Mindcoach Tony Buzan (Marlow, England), dem Medienökonom Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow (Paderborn) und dem Wissenschaftsjournalisten Werner Siefer (München). „Diese Steigerung hielt noch vor wenigen Jahren niemand für möglich“, so der Buchautor von „Das Genie in mir – warum Talent erlernbar ist“ (Campus Verlag). „Genial ist, dass jedes Gehirn zu Höchstleistungen fähig ist.“ Siefer recherchiert seit 15 Jahren in den Laboren und Publikationen von Neurowissenschaftler. Heute ist er überzeugt, dass außerordentliche Merkfähigkeiten im Wesentlichen nichts mit Veranlagung zu tun haben. „Jeder, der bereit ist ausdauernd zu trainieren, besitzt das Potenzial sich 4.000 Zifferfolgen zu merken“.
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Das Gehirn zu benutzen, bedeutet es zu schützen
„Selbst im Alter“, weiß der 67-jährige Tony Buzan, Erfinder des Gedächtnissports und „Vater des Mind Mappings“, „kann der Denkapparat durch stetiges Üben nicht nur fit bleiben, sondern immer noch besser werden“. Forschungen der aus jüngerer Zeit haben gezeigt: Das Gehirn ist auch im höheren Alter noch flexibel, wenn man es regelmäßig trainiert. Studien zeigten: Wer sein Gehirn benutzt, der beugt sogar der Alzheimer-Krankheit vor. Mindcoach Tony Buzan empfiehlt daher, nie damit aufzuhören, sein Gehirn zu pflegen, denn: „Je besser das Gehirn arbeitet, desto höher ist die Lebensqualität“.
Digitale Spiele zur Gehirn-Aktivierung
Wie trainiert man aber sein Gehirn? Gedächtnistraining ist eine Variante, eine andere Möglichkeit und gleichzeitig einen Trend zeigte Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Experte für digitale Spiele von der Universität Paderborn: „Um das Gedächtnis zu fördern, braucht das Gehirn besondere Reize. Wir nennen das Aktivierung.“ Müller-Lietzkow beobachtete in einer Studie mit Studenten, dass Videospiele eine anregende Wirkung auf Hirnfunktionen haben. „Eine effektive Aktivierung bieten Gehirn-Jogging-Spiele, die heute über alle Generationen hinweg beliebt sind. Denn sie motivieren, die geistige Fitness zu prüfen und zu verbessern.“ Dies sei seit einigen Jahren ein deutlicher Trend, der seit 2006 mit dem Nintendo-Spiel „Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging“ zu einem Massenphänomen wurde. Das erfolgreichste Spiel seiner Art für die Konsole Nintendo DS verkaufte sich im vergangenen Jahr in Europa mehr als 10,5 Millionen Mal.
Weitere Gehirn-Jogging-Tipps
Im Rahmenprogramm der Nintendo MEMO MASTERS am Freitag, 31. Juli und Samstag, 1. August erfahren Besucher von renommierten Experten in Vorträgen und Workshops weitere Möglichkeiten, die grauen Zellen fit zu halten. Veranstalter der 12. Deutschen Gedächtnismeisterschaften ist die Gesellschaft für Gedächtnis- und Kreativitätstraining GGK e.V.
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